Junge wirft Münzen in ein Sparschwein

Für Kinder sparen

Kinderdepot, Sparplan auf den Elternnamen oder Versicherung?

Viele Eltern und Großeltern möchten ihren Kindern einen guten Start ins Erwachsenenleben ermöglichen, etwa für Führerschein, Studium oder die erste Wohnung. Je früher Sie anfangen, desto mehr kann die Zeit für Sie arbeiten. Wichtiger als die Frage nach dem Produkt ist aber oft eine andere: Auf wessen Namen wird gespart?

Sparen auf den Namen des Kindes

Ein Kinderdepot gehört rechtlich dem Kind. Das hat einen großen Vorteil: Das Kind hat eigene Steuerfreibeträge, sodass Erträge oft steuerfrei bleiben.

Mehr als nur der Sparer-Pauschbetrag: Neben dem Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro steht Ihrem Kind auch der Grundfreibetrag der Einkommensteuer zu. Hat es sonst kein Einkommen, bleiben mit einer Nichtveranlagungsbescheinigung Kapitalerträge von bis zu 13.384 Euro im Jahr steuerfrei. Hier lässt sich viel gestalten, zum Beispiel indem Gewinne gezielt innerhalb dieser Grenze mitgenommen werden. Achten Sie dabei auf die Familienversicherung: Liegen die Erträge regelmäßig über etwa 7.780 Euro im Jahr, kann die beitragsfreie Mitversicherung in der gesetzlichen Krankenkasse entfallen.

Aber: Das Geld ist ein Geschenk, das Sie nicht einfach zurückholen können. Mit 18 Jahren darf Ihr Kind frei darüber verfügen, auch für Dinge, die Ihnen nicht gefallen. Außerdem kann eigenes Vermögen des Kindes bei bestimmten Sozialleistungen oder beim BAföG angerechnet werden.

Stand 2026: Grundfreibetrag 12.348 Euro, Sparer-Pauschbetrag 1.000 Euro, Sonderausgaben-Pauschbetrag 36 Euro (§ 32a, § 20 Abs. 9, § 10c EStG). Einkommensgrenze der Familienversicherung 565 Euro im Monat (§ 10 SGB V), Kapitalerträge zählen oberhalb des Sparer-Pauschbetrags. Quellen: capitalo.de, krankenkasseninfo.de.

Sparen auf den eigenen Namen

Ein Sparplan auf Ihren Namen bleibt Ihr Geld. Sie entscheiden, wann und wofür Sie es Ihrem Kind geben. Dafür nutzen Sie Ihre eigenen Freibeträge und das Geld zählt zu Ihrem Vermögen.

Versicherungslösungen

Es gibt auch fondsgebundene Versicherungen für Kinder, die zum Beispiel bei Tod des Beitragszahlers weiter bespart werden. Das kann sinnvoll sein, kostet aber oft mehr als ein reiner Sparplan. Vergleichen Sie deshalb genau, was Sie für den zusätzlichen Schutz bezahlen.

Besonders wertvoll ist eine eingebaute Option auf eine spätere Berufsunfähigkeitsversicherung, die Ihr Kind dann ohne neue Gesundheitsfragen abschließen kann. Bei manchen Tarifen ist sie ohne Aufpreis enthalten. Das ist heute wichtiger denn je: Viele Kinder und Jugendliche gehen sinnvollerweise zum Psychologen, und genau das bewerten viele Versicherer bei den Gesundheitsfragen leider noch immer kritisch. Mit der Option sichern Sie Ihrem Kind den späteren Schutz zu den vereinbarten Bedingungen, unabhängig von seiner Gesundheit.

Worauf es ankommt

  • Anlagehorizont: Bei 18 Jahren Laufzeit kann ein breit gestreuter Aktienfonds gut passen. Je näher das Ziel rückt, desto sicherer sollte das Geld angelegt sein.
  • Großeltern einbinden: Viele Großeltern möchten etwas beitragen. Ein gemeinsamer Plan verhindert, dass zu viele kleine Verträge entstehen.
  • Absicherung zuerst: Die beste Vorsorge für Ihr Kind ist, dass Ihre eigene Familie abgesichert ist, falls Ihnen etwas zustößt.

Hinweis: Kapitalanlagen unterliegen Wertschwankungen, ein Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich.

Wie ich Sie unterstütze

Gemeinsam überlegen wir, wofür das Geld gedacht ist und wann es gebraucht wird. Danach wählen wir die passende Lösung, ob Kinderdepot, Sparplan auf Ihren Namen oder Versicherung, und richten sie so ein, dass sie zu Ihrer Familie passt.

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Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche Beratung. Er stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung dar.

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