Älteres Paar lacht gemeinsam in einem Café

Altersvorsorge

Wer früh beginnt, braucht deutlich weniger eigenes Geld als jemand, der zehn Jahre später startet.

Die gesetzliche Rente liegt heute bei rund 48 Prozent des Durchschnittseinkommens, vor Steuern und nach 45 Beitragsjahren. Ein Beispiel: Wer 45 Jahre lang 5.000 Euro brutto im Monat verdient, bekommt nach heutigen Werten rund 2.200 Euro Rente. Nach Kranken- und Pflegebeiträgen bleiben etwa 1.950 Euro, und davon gehen noch Steuern ab. Bis 2039 sinkt dieses Rentenniveau laut Bundesregierung auf 46,3 Prozent. Wer heute 30 ist, geht erst um 2063 in Rente. Bei der gesetzlichen Rente wie beim Versorgungswerk sind die Beiträge gedeckelt: Je mehr Sie verdienen, desto größer wird die Lücke zum gewohnten Lebensstandard.

Quelle: Rentenversicherungsbericht 2025 der Bundesregierung (Modellrechnung, keine Prognose). Beispiel: vereinfachte Rechnung mit Werten ab 1.7.2026 (Durchschnittsentgelt 51.944 Euro, Rentenwert 42,52 Euro), Gehalt über 45 Jahre im gleichen Verhältnis zum Durchschnitt.

Warum das wichtig ist

Geld ist Freiheit, im Alter ganz besonders. Dazu kommt die Inflation: Bei 2 % Teuerung pro Jahr halbiert sich die Kaufkraft in rund 35 Jahren.

Die drei Schichten der Altersvorsorge

  • Schicht 1 – Basisversorgung: gesetzliche Rente, berufsständische Versorgungswerke (z. B. für Ärzte) und die Basisrente („Rürup“). Diese Schicht ist steuerlich stark gefördert, aber nicht vererbbar und nicht beleihbar.
  • Schicht 2 – Zusatzversorgung: betriebliche Altersvorsorge (bAV) und staatlich geförderte private Vorsorge. Lohnt sich besonders, wenn der Arbeitgeber gut dazuzahlt.
  • Schicht 3 – private Vorsorge: private Rentenversicherungen, Fondssparpläne, Immobilien. Sie sind am flexibelsten, die Förderung ist geringer.

Worauf Sie achten sollten

  • Früh anfangen: Jedes Jahr, das Sie warten, müssen Sie später mit einer höheren Sparrate ausgleichen.
  • Kosten: Abschluss- und laufende Kosten unterscheiden sich je nach Anbieter stark und wirken über Jahrzehnte erheblich. Vergleichbar macht sie eine einheitlich vorgeschriebene Kennzahl: die Effektivkosten. Daran sollten Sie sich orientieren, denn die Hochrechnungen in den Angeboten beruhen bei jedem Anbieter auf anderen Annahmen.
  • Flexibilität: Beitragspausen, Zuzahlungen und Entnahmen sollten möglich sein, denn das Leben ändert sich.
  • Förderung passend zum Steuersatz: Nicht jede Förderung lohnt sich für jeden. Entscheidend ist Ihr persönlicher Steuersatz heute und im Alter.
  • Arbeitgeberzuschuss: Bei der Entgeltumwandlung muss Ihr Arbeitgeber bei Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds 15 % dazugeben, soweit er dadurch Sozialabgaben spart. Manche zahlen deutlich mehr.
  • Garantien kosten Rendite: Bei langen Laufzeiten bremsen hohe Garantien oft mehr, als sie schützen.

Was passieren kann, wenn Sie sich nicht kümmern

  • Viele bemerken ihre Versorgungslücke viel zu spät. Dann ist kaum noch Zeit, sie zu schließen.
  • Der Lebensstandard sinkt im Alter deutlich. Im schlimmsten Fall sind Sie auf Ihre Kinder oder auf Grundsicherung angewiesen.
  • Förderungen und Arbeitgeberzuschüsse werden jahrelang verschenkt.
  • Teure oder unflexible Verträge laufen weiter, weil niemand sie prüft.

Wie ich Sie unterstütze

Zuerst ermitteln wir Ihre Versorgungslücke: Was brauchen Sie im Alter und was bekommen Sie bereits aus Rentenversicherung, Versorgungswerk, bestehenden Verträgen, Depots und Immobilien? Dafür werte ich Ihre Renteninformation und Ihre Unterlagen aus. Dann kombiniere ich die Bausteine, von der Rentenversicherung über das Fondsdepot und die Immobilie bis zum neuen Altersvorsorgedepot ab 2027. So nutzen Sie Förderungen und Steuervorteile, ohne Ihre Flexibilität zu verlieren.

Das Angebot Ihres Arbeitgebers zur betrieblichen Altersvorsorge prüfe ich mit Ihnen und gute bestehende Verträge lassen wir laufen. Da sich Ihr Leben und die gesetzlichen Rahmenbedingungen ändern, überprüfen wir Ihr Konzept in regelmäßigen Abständen gemeinsam.

Und dann beginnt der Teil, der Spaß macht: Sobald Ihre Rentenlücke geschlossen ist, ermitteln wir, ab wann Sie früher in den Ruhestand gehen können, unabhängig von den Vorgaben des Staates. Das heißt nicht, dass Sie dann nicht mehr arbeiten. Sie arbeiten nur noch, wenn Sie es wollen. Auch das halten wir in Ihrem Finanzplan fest.

Rechnen Sie selbst nach: Wie viel aus Ihrer Sparrate werden kann, zeigt der Zinseszinsrechner weiter unten ↓

Termin online buchen

Zinseszinsrechner: So wächst Ihr Vermögen

Wie viel wird aus einer Einmalanlage und einem monatlichen Sparplan? Ändern Sie die Werte, das Ergebnis passt sich sofort an.

Endkapital nach 25 Jahren–
Eingezahlt–
Zinserträge–
Kaufkraft in heutigem Geld–
Werte als Tabelle anzeigen

Gerechnet wird mit jährlicher Rendite

Der eingegebene Wert bei „Rendite pro Jahr“ ist genau das, was Ihr Vermögen in einem Jahr wächst. Dieser Ansatz passt zu Geldanlagen, deren Wertentwicklung als Jahresrendite angegeben wird, etwa ETFs, Investmentfonds und fondsgebundene Altersvorsorge.

Manche Zinsrechner im Internet schreiben stattdessen jeden Monat ein Zwölftel des Zinssatzes gut, wie bei einem Sparkonto mit monatlicher Zinszahlung. Dadurch liegt das Ergebnis dort etwas höher, bei 5 % über 25 Jahre um knapp 2 %. Dieser Rechner rechnet bewusst vorsichtiger.

Hinweis: Beispielrechnung mit gleichbleibender Rendite und Einzahlung am Monatsende. Kosten und Steuern sind nicht berücksichtigt. Die Kaufkraft in heutigem Geld zeigt, was das Endkapital bei der angegebenen Inflation heute wert wäre. Kapitalanlagen unterliegen Wertschwankungen, eine Rendite ist nicht garantiert. Die Berechnung erfolgt nur in Ihrem Browser, Ihre Eingaben werden nicht übertragen oder gespeichert.

↑